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Nachwuchsmusiker gesucht

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Nächster Termin: Weihnachtskonzert am 26.12.2018 um 17.00 Uhr in der Basilika Marienweiher.

Auf Grund der hohen Nachfrage gibt es heuer wieder Eintrittskarten. Diese kann man bestellen bei:

1. Vorsitzende Georg Purucker 0171 5727490

2. Vorsitzende Matthias Nitsch 0174 9721644

Hörgenuss vom Allerfeinsten

Mutig, gekonnt und souverän führte Dirigent Peter Weiß das Orchester und bestand seine zweite Feuertaufe.

Das 27. Josefskonzert des Musikvereins Marktleugast in der ausverkauften Dreifachturnhalle lässt sich eigentlich nur mit Superlativen umschreiben. Oder - noch besser - mit den Worten eines Besuchers aus dem Rheinland: "Einfach Wahnsinn!"

Marktleugast - Der Blick ins Programm ließ Großes erwarten, und diesen Erwartungen sind die Mitglieder des Musikvereins Marktleugast zum 27. Josefskonzert am Samstag auch gerecht geworden. 670 Gäste in der total ausverkauften Dreifachturnhalle spendeten am Schluss minutenlangen Applaus und entlockten den Musikern unter ihrem neuen Dirigenten Peter Weiß noch insgesamt vier Zugaben.

Die beiden reizenden Musikerinnen Diana Löffler und Juliane Meisel führten humorvoll und charmant durch das abwechslungsreiche Programm, das mit "Olympic Fanfare" von John Williams eine imposante Eröffnung erfuhr. Zweiter Vorsitzender Raimund Schramm zeigte sich vom gewaltigen Anblick von der Bühne aus beeindruckt. "Solche Dimensionen hätten wir vor 27 Jahren nicht für möglich gehalten. Sowohl von den Besuchern als auch vom musikalischen Programm her."

Zur Steubenparade

Auch der Marktleugaster Bürgermeister Norbert Volk zeigte sich beeindruckt. Er sieht im Musikverein den "Werbeträger Nummer 1" für Marktleugast, der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist. Heuer wird er die Gemeinde und den Kreis Kulmbach wieder in Ungarn und sogar in New York bei der Steubenparade vertreten.

Am Samstag führte die musikalische Reise zunächst nach Tirol im Jahr 1809. In den drei Sätzen vertonten die Musiker sehr lebhaft den Aufstand der Tiroler Bevölkerung unter dem Freiheitshelden Andreas Hofer gegen die bayerisch-französische Besatzungsmacht am Berg Isel, dort, wo der Komponist Sepp Tanzer mit der Stadtmusikkappelle Wilten-Innsbruck die Olympischen Winterspiele 1964 in Innsbruck musikalisch umrahmte.

Schon nach diesem Stück waren die Besucher aus dem Häuschen, und der Beifall wollte kein Ende nehmen. Mit dem berühmten Militärmarsch "Jubelklänge" von Ernst Übel begeisterten die Ensemblemitglieder nicht nur das Marktleugaster Publikum. Damit wollen sie auch in New York auftrumpfen.

Gefesselt waren die Zuhörer auch von den Soli von Hans-Georg Busch (Tenorhorn) und Sebastian Gick (Trompete) bei "Bohemian Lovers", den "böhmischen Liebhabern", komponiert von Franz Xaver Holzhauser. Dieses Stück soll dann auch im Juli zur "silbernen Hochzeit" zwischen Pilisszentiván und Marktleugast gespielt werden.

"60-Jähriges" feiert in diesem Jahr auch "James Bond". Der Musikverein Marktleugast gratulierte mit einem Medley der schönsten Filmmelodien.

Die schönste und absolute Lieblingspolka für den leidenschaftlichen jungen Dirigenten Peter Weiß ist die "Aha-Polka". Auch beim Orchester hatte er mit der Einstudierung einen Aha-Effekt ausgelöst. "Mit seiner positiven Energie, seiner mitreißenden Art und viel Liebe zum Detail entlockte er uns musikalisch alles, was wir nicht für möglich gehalten hätten", sagte Diana Löffler. Mit dem "Carmen-Marsch" von George Bizet, der nach dem Ende eines jeden Formel 1 - Rennen gespielt wird, ging es in die Pause.

Wagner-Klänge

Der zweite Teil begann mit dem "Astronauten-Marsch" von Josef Ullrich. Mit "The Flying Dutchman", der Ouvertüre aus Richard Wagners Oper "Der fliegende Holländer" riss das Orchester das Publikum von den Stühlen. Einfach bestechend, wie die Blasmusiker das schwierige Stück zelebrierten, das schon Streichorchestern alles abfordert. Ein weiteres Highlight schloss sich sofort mit "Gabriellas Sång" von Stefan Nilsson an. In schwedischer Sprache sang Irina Geuder-Hanslik die Melodie aus dem Film "Wie im Himmel". Am Dirigentenpult stand dabei Michael Schuberth, der auch bei der Polka "Böhmischer Frühling" das Orchester leitete. "Mit dieser Polka wollen wir dem Winter den Marsch blasen", versprach Juliana Meisel.

Von Winter keine Spur ist in der Karibik. Mit den Soundtrack-Highlights aus dem Film "Fluch der Karibik" zog das Orchester alle Zuhörer in seinen Bann. Doch anschließend blies wieder "Böhmischer Wind" von Nick Loris und Ernst Hutter. Mit diesem Stück werden die Musiker im Sommer wieder die fröhlich feiernden Gäste in den Bierzelten mitreißen. Ein wahrer Hörgenuss dann auch der Gesang von Hans-Georg Busch und Jonas Jonak. Mit dem grandiosen "Florentiner Marsch" von Julius Fucik, der Komponist des noch berühmteren "Zirkusmarsch", wollte sich das Orchester eigentlich von der Bühne verabschieden. Doch so einfach wollte das verzückte Publikum nicht aufgeben. Mit minutenlangen Ovationen forderte es lautstark Zugaben. Und die gewährte das Orchester in reichlichem Maße.

Vier Zugaben

Mit "The Rose", mit viel Inbrunst gesungen von Hans-Georg Busch und Gabi Bunzel, dem "Radetzky-Marsch" und den "Alten Kameraden" trafen sie auch hier den Geschmack der Gäste. Und dann gab es noch eine Riesenüberraschung, nicht nur für das Publikum, auch für das Orchester und besonders den Vorsitzenden des Vereins, Georg Purucker. Dominik Biedermann hat seine kürzlich komponierte "Jungspundpolka" dem Vorsitzenden gewidmet und in "Schorsch-Polka" umgetauft. Sie wurde zum ersten Mal öffentlich aufgeführt, damit erlebte das Publikum auch noch eine Welturaufführung mit. Absolute Spitzenklasse bescheinigte der stellvertretende Bezirksvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Thomas Kolb" dem Orchester. "Wer Tirol 1809 so spielt, dass kein Unterschied zu einer CD zu hören ist, der hat höchste Anerkennung verdient!"

Bericht mit freundlicher Genehmigung von Helmut Engel (Frankenpost)